image

Hürden der Digitalisierung:

Fehlendes Personal und rechtliche Fragen bremsen die Umsetzung digitaler Lösungen in deutschen Unternehmen


Die größten Hürden bei der Umsetzung digitaler Lösungen und Technologien sind aus Entscheider-Sicht fehlende Fachkräfte und die Berücksichtigung rechtlicher Aspekte, wie Datenschutz, Haftung oder Datensicherheit (jeweils 40 %). Allerdings schätzen sie, dass ihre Unternehmen eher selten umfassende Kenntnisse bei rechtlichen Themen im Zusammenhang mit digitalen Technologien besitzen: Nur fünf Prozent meinen, dass in allen rechtlichen Bereichen umfassendes Know-how vorhanden ist. Fast jeder Dritte schätzt hingegen, dass in keinem der rechtlichen Themen umfassendes Wissen vorliegt. Vor allem Entscheider aus Unternehmen mit 250 bis 500 Mitarbeitern sehen Lücken beim rechtlichen Know-how.
Bei der Klärung von juristischen Aspekten im Zusammenhang mit der Digitalisierung nutzen die Unternehmen am häufigsten die eigene Rechtsabteilung (63 %) und externe rechtliche Berater (58 %). Insgesamt greifen neun von zehn Unternehmen auf juristische Unterstützung zurück.

Etwa jedes zweite Unternehmen lässt sich bereits bei Beginn der Umsetzung digitaler Lösungen rechtlich beraten. Allerdings involvieren rund 40 Prozent rechtliches Know-how erst im laufenden Prozess und 15 Prozent sogar erst dann, wenn akute Fragen geklärt werden müssen. Außerdem entscheidet die Rechtsabteilung nur in weniger als jedem zehnten Unternehmen über den Einsatz digitaler Technologien. Dies übernehmen vorwiegend die IT-Abteilung (74 %) und die Geschäftsleitung (46 %).

Für mehr Informationen klicken Sie hier:

image

Jeder dritte Manager gibt an, dass in seinem Unternehmen umfassende rechtliche Kenntnisse zu allen wesentlichen Fragen der Digitalisierung fehlen.


der Entscheider sind der Ansicht, dass Rechtsfragen, etwa zu Datenschutz, Haftung und Datensicherheit, digitale Lösungen blockieren.


DSGVO ist weiterhin das juristische Top-Thema auf der Agenda deutscher Unternehmen.




„Als regulierte Branche ist die Finanzindustrie beim Einsatz digitaler Lösungen mit zahlreichen Fragestellungen konfrontiert. Beispiele sind insbesondere die Frage der Haftung für KI-basierte Anwendungen und Algorithmen oder die Regulierung von Kryptowährungen.“

Senior Associate im Bereich im Bereich Regulatory Finance und Mitglied der globalen Clifford Chance Tech Group

„Digitalisierung und DSGVO haben Datenschutz und Cybersicherheit ganz oben auf die Agenda von Unternehmen gehoben. Unternehmen sehen sich hier nicht nur rechtlichen Risiken, sondern zunehmend auch Reputationsrisiken ausgesetzt. Zur Einführung digitaler Lösungen gehört immer eine detaillierte Risikoanalyse. Die rechtzeitige Einbeziehung juristischer Expertise ist dabei unabdingbar, um Innovationsprozesse nicht unnötig zu verlangsamen.“

Senior Associate im Bereich Datenschutz und Mitglied der globalen Clifford Chance Tech Group

„Es ist alarmierend, aber auch nicht überraschend, dass die Kenntnisse über kartellrechtliche Anforderungen durch alle Branchen und Unternehmen hinweg nicht besonders ausgeprägt sind. Alarmierend, weil es um erhebliche Risiken geht und die Behörden sich konsequent darauf vorbereiten, tätig zu werden. Zugleich ist der Befund wenig überraschend, weil die meisten Unternehmen selbst noch nicht wissen, was Digitalisierung am Ende für das eigene Geschäftsmodell bedeutet. Dabei sind Kooperationen mit Wettbewerbern, der Einsatz von KI oder der Zugang zu Daten kartellrechtlich von höchster Relevanz, weil hier die Spielregeln mit Blick auf die Herausforderungen der Digitalisierung neu definiert werden.“

Partner im Bereich Antitrust und Mitglied der globalen Clifford Chance Tech Group

„Zahlreiche gesetzliche Vorgaben in Bezug auf Cybersicherheit und geplante zusätzliche Anforderungen können bei Verstößen insbesondere zu zivilrechtlicher Haftung, aber auch zu Geldbußen und weiteren Sanktionen führen. Deshalb ist es für Unternehmen entscheidend, mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und deren Umsetzung vertraut zu sein. Mit unserer Clifford Chance Cyber Assist App können sich Unternehmen einen Überblick über die wichtigsten Aspekte und Entwicklungen in diesem Bereich verschaffen.“

Partner im Bereich Wirtschaftsstrafrecht & Compliance und Mitglied der globalen Clifford Chance Tech Group