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Umsetzung digitaler Lösungen:

Ethischer Umgang mit Daten steht bei Stakeholdern weit oben auf der Agenda


Sieben von zehn Entscheidern sehen sich von ihren Stakeholdern unter Druck gesetzt, bei der Digitalisierung ethische und moralische Fragen zu berücksichtigen. Gerade die Manager und Führungskräfte der Finanzbranche bestätigen, dass Kunden, Lieferanten und die Öffentlichkeit verstärkt darauf drängen, Ethik und Moral bei der Digitalisierung nicht zu vergessen. Dies geben 82 Prozent der Befragten an. In der Industrie und in der Gesundheitsbranche wird dies etwas weniger stark empfunden. Die Entscheider selbst sehen den Schutz von Daten als das zentrale Thema bei der Berücksichtigung ethischer Aspekte: Unabhängig vom Druck von außen sehen die Verantwortlichen den größten Handlungsbedarf bei ethischen Fragen zum Datenschutz hinsichtlich der Privatsphäre (80 Prozent). Auf dem zweiten Rang landet die Gestaltung des Wandels der Arbeitswelt – zum Beispiel die Weiterbildung der Mitarbeiter (78 Prozent). Dahinter folgt der Schutz von Daten vor dem Zugriff unbefugter Dritter wie beispielsweise Hackern (77 Prozent).

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„Der Blick von Öffentlichkeit, Medien und Politik auf die Finanzbranche ist seit der globalen Finanzkrise deutlich schärfer. Die Regulierung hat spürbar zugenommen und die Institute selbst sind zunehmend sensibilisiert für ethische Fragen. Die zwei Mega-Trends Digitalisierung und Nachhaltigkeit treiben die Diskussion um ethisches Handeln an. Bei beiden kommt der Finanzbranche besondere Verantwortung zu: Durch die Steuerung von Geldströmen hat sie einen enormen Einfluss auf die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft.“

Partner im Bereich Regulatory Finance und Mitglied der globalen Clifford Chance Tech Group

Mehr als 70% der Entscheider in deutschen Unternehmen verspüren starken Druck von Stakeholdern, ethische Fragen bei der Digitalisierung zu berücksichtigen

Besonders hoch ist der Druck in der Finanzbranche

Die zwei Mega-Trends Digitalisierung und Nachhaltigkeit befeuern die Diskussion um ethisches Handeln

Manager sehen den größten Handlungsbedarf beim Umgang mit sensiblen Daten

„Die Berücksichtigung ethischer und moralischer Aspekte kann den Entwicklungsprozess innovativer Produkte ggf. erst einmal verlangsamen. Langfristig allerdings verhilft dies den Unternehmen, sich einen Marktvorteil zu erarbeiten. Denn dadurch bauen sie das Vertrauen ihrer Kunden, Lieferanten und auch der Öffentlichkeit weiter aus.“

Partner im Bereich FinTech/Capital Markets und Mitglied der globalen Clifford Chance Tech Group

„Ethische Aspekte bei Datenschutz und Cybersicherheit zu vernachlässigen, kann erhebliche Reputationsschäden auslösen. Darüber hinaus geht es auch um Haftungsfragen: Wenn Kundendaten gehackt werden, können schnell Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe anfallen.“

Counsel im Bereich Commercial Litigation und Mitglied der globalen Clifford Chance Tech Group

„Die Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Wenn zum Beispiel Bewerber über KI-basierte Algorithmen ausgewählt werden, müssen Unternehmen neben den rechtlichen Anforderungen auch ethische Aspekte unbedingt im Blick behalten: Ist die Datenmasse, aus der angelernt wird, von 'unconscious bias' betroffen, wird die Bewerberauswahl entsprechend ausfallen – mit allen ethischen, arbeitsrechtlichen und reputativen Problemen. Für ein sinnvolles Risk Management, das auf Resilienz unter Nutzung von Entwicklungschancen durch KI ausgelegt ist und die Reputation des Unternehmens nachhaltig schützt, müssen Datenschutz, Arbeitsrecht und ethische Aspekte zusammen betrachtet und proaktiv angegangen werden.“

Leiterin der deutschen Arbeitsrechtspraxis, Partnerin Arbeitsrecht und Datenschutz und Mitglied der globalen Clifford Chance Tech Group

„Auch im Bereich des automatisierten Fahrens stellt sich die Frage nach ethischen Aspekten hinsichtlich der Abwägung von Entscheidungen – etwa wenn ein Unfall unvermeidlich ist. Die enge Zusammenarbeit von Juristen und Ethikern ist hierbei unumgänglich, da sich aus den ethischen Aspekten wiederum juristischer Handlungsbedarf ergeben kann, etwa im Hinblick auf Haftungsfragen. Gleichzeitig wird der Ruf nach Regulierung immer lauter. Europa hat die Chance, im Rennen um die globale Technologievorherrschaft eine Vorreiterrolle im vertrauensvollen, ethischen Einsatz von KI einzunehmen.

Partner Öffentliches und Internationales Regulierungsrecht und Mitglied der globalen Clifford Chance Tech Group