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ERFOLGS- GESCHICHTEN

Legal Design Thinking


Am Anfang der Hub-Überlegungen stand Legal Design Thinking: Das hat uns geholfen, die Erwartungshaltung und unser Arbeitsprogramm zu definieren. Dazu haben wir den Mandatslifecyle inkl. Painpoints durchleuchtet, unsere Stakeholder in allen Bereichen der Sozietät sowie Mandanten interviewt und die Ergebnisse anschließend ausgewertet. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse sind in unser Mission Statement eingeflossen und haben zu zahlreichen Verbesserungen von Prozessen geführt. Vieles davon haben wir bereits umgesetzt, wie zum Beispiel die hier beschriebene Antitrust App, das OCT und den digitalen M&A-Prozess. An weiteren Ideen, neuen Produkten und Optimierungen arbeiten wir noch. Insbesondere haben wir eine umfangreiche Pipeline für Toolverbesserungen sowie die Entwicklung von Apps und Plattformen.

Schnellere Marktentwicklung durch Kollaborations-Plattform


Der Fall

Ein international führendes Pharmaunternehmen hatte uns damit betraut, neue Kooperationsmodelle zu entwickeln für einen erfolgreichen und wettbewerbsfähigen Vertrieb umfangreicher Portfolios an weltweit tätige Klinikketten. Zu den Gesundheitsprodukten zählen unter anderem Arzneimittel, Medizinprodukte, digitale Gesundheitslösungen und produktbezogene Dienstleistungen.

Die Herausforderung


Das Projekt erforderte anhand zahlreicher, länderspezifischer rechtlicher Vorgaben die Prüfung neuer Vertriebsmodelle. Um diese global auszurollen, mussten sie über Ländergrenzen hinweg rechtlich zulässig funktionieren. Dafür waren komplexe Kooperationsmodelle zu entwerfen und für die Mandantin übersichtlich, strukturiert und verständlich aufzubereiten.

Die Lösung


Alle länderspezifischen Ergebnisse wurden auf unserer Legal Tech-Plattform CC Connect zusammengetragen. Die an dem Projekt beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mandantin wie auch alle Anwältinnen und Anwälte konnten alle relevanten Daten nach Ländern filtern und die neuen Vertriebsmodelle auf Machbarkeit und Zulässigkeit verproben. Alle Ergebnisse waren jederzeit über ein interaktives Dashboard einsehbar – grafisch aufbereitet und strukturiert für jedes mögliche Szenario. Auf diese Weise war es den unterschiedlichen Teams auf Seiten der Mandantin und Clifford Chance in Echtzeit möglich, die Vor- und Nachteile aller verschiedenen Kooperationsmodelle abzuwägen und so die weitere Marktentwicklung schnell und effektiv voranzutreiben.

„Mit der Plattform können unsere Mandanten auch innerhalb sehr komplexer Projekte Lösungen und Ergebnisse sofort überblicken. Grundlage der interaktiven Darstellung sind detailliert aufbereitete Daten, die wir im Rahmen unserer Rechtsberatung erarbeiten.“

Dr. Gunnar Sachs

Partner im Bereich Healthcare

„Wir ermöglichen unseren Mandanten einen schnelleren Entscheidungsfindungsprozess, in dem wir unsere rechtliche Expertise mit der richtigen Technologie kombinieren.“

Carolin Kemmner

Senior Associate im Bereich Healthcare

Financial Times Global Legal Hackathon


Der Fall Aufgrund der aktuellen Einschränkungen des Wirtschaftslebens durch die Corona-Pandemie lud die Financial Times zur Teilnahme an einem Global Legal Hackathon ein. Es ging um länder-, unternehmens- und sektorübergreifende Projekte zum Thema virtuelle Zusammenarbeit.

Clifford Chance hat sich mit Vertretern von Adobe Sign, DocuSign, Neota Logic, Barclays sowie Kollegen von Ashurst und Norton Rose Fulbright zu einem Team zusammen geschlossen.

Ziel des Projekts "Solving eSignature challenges for legal documents" war die Ausarbeitung eines Leitfadens für die rechtssichere Unterzeichnung von Dokumenten in einem internationalen Unternehmens- und Finanzdienstleistungsumfeld.

Die Herausforderung


Etwa 88 Prozent aller Verträge werden, auf Papier ausgedruckt, bei persönlichen Treffen der Parteien oder im Umlaufverfahren mit Wet Ink unterschrieben.

Unsere Arbeit startete mit einer Umfrage bei Mandanten und Wirtschaftsunternehmen, um die Herausforderungen beim Einsatz von elektronischen Unterschriften zu evaluieren und die zu lösenden Themen klar herauszuarbeiten.

Entscheidende Fragestellungen waren: Welche Art der elektronischen Signatur ist erforderlich? Welche Signatur hat welche Beweiskraft? Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern und Jurisdiktionen? Welches ist die richtige technologische Lösung, insbesondere: wie fügt sie sich in die Gesamt-IT-Architektur des betreffenden Unternehmens ein?

Die Lösung


Wir haben ein interaktives Playbook in Neota Logic entwickelt mit der Möglichkeit, darin u.a. Entscheidungsbäume zu visualisieren. Unternehmen können dieses Playbook eigenständig nutzen, um zu entscheiden, ob, wann und wie sie welche Art der elektronischen Signatur in Deutschland, Frankreich und England einsetzen können, um Dokumente und Verträge in diesen Jurisdiktionen rechtswirksam zu unterzeichnen. Eine Weiterentwicklung ist angedacht, ebenso wie die Ausweitung auf andere Jurisdiktionen.

Kooperation mit studentischen Initiativen zur Förderung der Legal Tech Kompetenzen


Im Zuge der Entwicklung des Hub-Konzepts haben wir uns auch mit der Frage befasst, über welche Kompetenzen der juristische Nachwuchs künftig zusätzlich verfügen muss. Gemeinsam mit Kristina Samstag, damals Recruitment Advisor, suchten wir nach studentischen Legal Tech Initiativen. Kooperationen haben sich dann mit dem Legal Tech Lab (Frankfurt), dem ML Tech (München) und dem Osnabrücker Legal Tech Forum gefunden. Darüber hinaus arbeiten wir mit der EBS Law School zusammen. Wir beraten die Initiativen, bieten Praktika an und veranstalten regelmäßig Seminare, Vorlesungen und Workshops zu Legal Tech-Themen. Gemeinsam setzen wir uns praxisorientiert mit der Digitalisierung und der damit einhergehenden Veränderung der Rechtswissenschaft auseinander. Die Erfolge konnten sich die studentischen Initiativen Legal Tech Lab Frankfurt und ML Tech München mit dem Digital Award 2019 "Digitale Vorreiter" anlässlich der Fachmesse "Legal Revolution" im Dezember 2019 abholen.